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Jährliche Neueinstufung des Schadenfreiheitsrabatts

Berechnung der SchadenfreiheitsklasseSobald Sie eine neue Kfz-Versicherung beantragen möchten, werden Sie in eine Schadenfreiheitsklasse (SF-Klasse) eingestuft. Die jeweilige Einstufung ist von der Vorversicherungszeit und dem Schadenverlauf abhängig. Je länger Sie versichert sind und je weniger Schäden Sie verursachen, desto besser wird Ihre Einstufung in der Schadenfreiheitsklasse.

Die jährliche Neueinstufung des versicherten Autos erfolgt immer zum 01. Januar eines Jahres, wenn die erforderlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Vorwiegend bedeutet das, dass Sie keine Kosten für Entschädigungen oder Reparaturen gegenüber der Versicherung geltend gemacht haben. Zusätzlich ist es notwendig, dass das Kfz mindestens 6 Monate innerhalb eines Kalenderjahres ununterbrochen versichert war.

Die Neueinstufung erfolgt immer eine Stufe in die nächsthöhere Schadenfreiheitsklasse. Damit eine Besserstufung zum Beginn des nächsten Jahres wirksam wird, muss der Schadenverlauf berücksichtigt werden. Man unterscheidet dabei zwischen einem schadenfreien und schadenbelasteten Verlauf.


Schadenfreier Verlauf
Damit eine Besserstufung in der Autoversicherung erfolgt, muss ein sogenannter schadenfreier Verlauf vorliegen. Hierbei wird die gesamte versicherte Zeitspanne eines Kalenderjahres berücksichtigt. 


Ein schadenfreier Versicherungsverlauf liegt vor, wenn Sie als Versicherungsnehmer keinen Schaden verursacht beziehungsweise gemeldet haben, für den die Versicherungsgesellschaft eine Entschädigung leisten oder finanzielle Rückstellungen bilden musste. 

Sie können jedoch Leistungen für Gutachter oder Rechtsstreite in Anspruch nehmen, ohne dass der schadenfreie Verlauf und somit die Einstufung in der Schadenfreiheitsklasse belastet wird. 


Schadenbelasteter Verlauf
Unter einem schadenbelasteten Verlauf versteht man die Inanspruchnahme von Leistungen aus der Kfz-Versicherung. Sobald Sie mit dem versicherten Fahrzeug einen Unfall schuldhaft verursacht haben und die Versicherung eine Entschädigung leisten musste, gilt dies als schadenbelastend.

In der Haftpflichtversicherung tritt ein Schadensfall ein, wenn Leistungen an eine geschädigte dritte Person bezahlt werden müssen. Die Vollkaskoversicherung kommt für Schäden am eigenen Auto auf. Treten diese Fälle ein, wird der Versicherungsnehmer im nächsten Kalenderjahr in der Schadenfreiheitsklasse zurückgestuft.

Daneben gibt es noch Ausnahmen, in denen die Schadenfreiheitsklasse nicht verschlechtert wird, obwohl ein Unfall gemeldet worden ist. Dazu gehören die folgenden Situationen:

  • Rückstellungen für einen Versicherungsfall werden aufgelöst, da keine Unkosten entstanden sind

  • Teilkaskoversicherung kommt für den Schaden auf

  • Versicherung kann Forderungen von Dritten verlangen (Regressfall)

  • Leistungen der Vollkaskoversicherung werden beansprucht, da Schuld bei einem Dritten liegt und die Haftpflichtversicherung des Dritten keinen Schutz bietet

  • spezielle Abkommen unter mehreren Versicherungsgesellschaften

  • Versicherungsnehmer zahlt den entstandenen Schaden selber


In diesen Fällen ist es also möglich, dass trotz eines Schadens die Einstufung im folgenden Jahr verbessert und der Versicherungsbeitrag günstiger wird.


 
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