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Beitragserhöhung von der Kfz-Versicherung

Erhöhung Kfz-VersicherungsbeitragEin Kraftfahrzeug wird von vornherein in bestimmte Gruppierungen bzw. Klassen eingeteilt, die für die Beitragsberechnung ausschlaggebend sind. Desweiteren spielt auch der gewählte Tarif eine wichtige Rolle. Die Einteilung erfolgt unter anderem anhand der Vermerke im Fahrzeugbrief und Fahrzeugschein. Änderungen von Versicherungsbeiträgen sind in den meisten Fällen dann notwendig, wenn mehr oder weniger Schäden innerhalb einer Klasse eingetreten sind, als es von der Kfz-Versicherung kalkuliert wurde.


Änderung wegen der Regional- und Typklasse
Jedes Fahrzeug wird durch einen externen und somit unabhängigen Treuhänder in eine Regionalklasse und in eine Typklasse eingeteilt. Die Regionalklasse ist von dem Zulassungsbezirk abhängig. Die eingeteilte Typklasse ist von dem versicherten Fahrzeug abhängig. Grundlage für die Einteilung ist der gesamte Schadenverlauf aller angemeldeten Autos in Deutschland. Im Laufe der Vertragslaufzeit können sich daher diese Klassen bei einem Auto ändern. 

Eine Regionalklasse kann sich beispielsweise ändern, wenn innerhalb eines Zulassungsbezirks sehr viel mehr Unfälle verursacht wurden als im vorangegangenen Jahr. Der Treuhänder prüft dabei die Schadenverläufe und stuft die Gebiete gegebenenfalls in eine bessere oder schlechtere Regionalklasse ein. Die Zuordnung kann sich entsprechend positiv oder negativ auf den Versicherungsbeitrag auswirken.

Ähnlich verhält es sich bei den Typklassen, wonach die genaue Klasse aufgrund der HSN- und TSN-Nummer bestimmt werden kann. Auch hier werden die Schadenverläufe von einem Treuhänder überprüft und verwertet. Bei einer Erhöhung der Unfallanzahl innerhalb der Fahrzeugtypen, kann es bei der Kfz-Versicherung zu einer Beitragserhöhung kommen. 

Sollte eine Beitragserhöhung aus diesen möglichen Gründen von der Autoversicherung veranlasst werden, muss der Bescheid spätestens einen Monat vor dem Änderungszeitpunkt bei dem Versicherungsnehmer eingegangen sein. Jeder Versicherungsnehmer hat dann die Möglichkeit eine Kündigung zum Erhöhungstermin auszusprechen oder die Beitragsänderung hinzunehmen.


Erhöhung innerhalb eines Tarifs
Eine Beitragsänderung kann auch im Rahmen des eigenen Versicherungstarifs stattfinden. Hierbei werden dann lediglich die einzelnen Kosten und Erstattungen berücksichtigt, die von den Autofahrern des versicherten Tarifs in Anspruch genommen wurden. Bei weniger verursachten Unfällen wird der Beitrag für die versicherten Personen gesenkt. Sind jedoch höhere Belastungen entstanden als vermutet, kann im nächsten Versicherungsjahr eine Beitragserhöhung stattfinden. Daraufhin steht jedem Versicherungsnehmer ein Sonderkündigungsrecht zu.

Einem Versicherungsunternehmen ist es daneben auch gestattet, die Struktur der Schadenfreiheitsklassen oder die Einteilung der Regional- und Typklassen zu verändern, sofern der Versicherungsbeitrag durch diese Maßnahme nicht übermäßig erhöht wird. Das Wechselrecht bei Tarifanpassungen ist dann auch in diesen Situationen möglich.


Gesetzliche Änderungen
Aufgrund von gesetzlichen Richtlinien oder Verordnungen kann es passieren, dass Autoversicherungen hiervon direkt beeinflusst werden. So kann das Gesetz zum Beispiel festlegen, dass die Leistungen oder Deckungssummen in der Kfz-Haftpflichtversicherung erhöht werden sollen. Da sich hierdurch der Versicherungsumfang erweitert, kann die Versicherung eine Beitragserhöhung für die Haftpflichtversicherung veranlassen.

Dadurch, dass es sich hierbei um eine Erhöhung handelt, die vom Gesetzgeber auferlegt wird, haben Sie als Versicherter kein außerordentliches Kündigungsrecht und können die Kfz-Versicherung nur wechseln, wenn Sie die ordentliche (einmonatige) Kündigungsfrist einhalten.

 
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